Various Artists- Sounds from the Soul Underground

Various Artists
Sounds from the Soul Underground
Freestyle Records, FSR086, CD/Vinyl/mp3-download
Soul/Funk/Dancefloor Jazz

FREESTYLE RECORDS gehört seit Jahren zu den zuverlässigen Lieferanten guter zeitgenössischer Musik und das Label wird von DJs sehr geschätzt. Mit der vorliegenden Compilation bietet das Label einen guten Überblick über seine aktuellen Bands und damit auch gleichzeitig über die „Underground-Soulszene“, also über Acts, die ihre musikalischen Wurzeln in der schwarzen, souligen Musik haben, aber trotzdem zu keiner Zeit verstaubt klingen. Dabei liegt der Schwerpunkt von FREESTYLE RECORDS erkennbar auf modernem Funk. Die Delicious Allstars eröffnen mit „Poker NIghts Theme“, einem großartigen Mix aus Big Band Funk und Library Musik, es folgt der Northern Soul Track „Hey Girl!“ von Jo Stance, der unglaublich authentisch klingt. Mit „Shaft in Africa“ von den Mighty Showstoppers folgt ein weiteres Highlight des Albums, ihre Version des Klassikers gefällt vor allem durch die Schlagzeug- Breaks. Mehr als überrascht war ich, als ich Nick van Gelders „Something gotta give“ hörte, bei den Mazen die Leadvocals beisteuerte. Mazens Stimme kann man wirklich mit der von Curtis Mayfield verwechseln, was wohl auch dazu führte, dass er zu der Curtom Band gehörte, die die Impressions bei ihren Auftritten im Vereinigten Königreich im letzten Jahr begleitete. Auch „Movin‘ on“ von Ray Camacho & The Tear Drops. Weitere Highlights dieser Compilation, die wahrhaftig nur „killer, no filler“ enthält sind für mich die Funknummern „Kekfeny“ von den Qualitons und „Cramp your style“ von den The Killer Meters.

Das Album wird am 30. März 2012 veröffentlicht.

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The Floorettes- Pocket full of Soul

The Floorettes
Pocket Full of Soul
Waterfall Records, CD/LP/digital
Northern Soul

Mittlerweile habe ich den Überblick verloren, ob wir seit Jahren eigentlich ein Revival der Soulmusik erleben, oder ob es viele kleine Revivals sind, deren Zeuge wir sind. Fest steht nur, dass die aktuelle Soul- und Funkszene so viele gute Bands hat, wie seit den Sechzigern nicht mehr. Auch die Floorettes, eine elfköpfige Band aus Berlin, gehören dazu, wie ihr Debutalbum beweist. Die drei Frontfrauen Julia, Amelie und Katharina und die acht Begleitmusiker orientieren sich musikalisch am Northern Soul Sound der sechziger und frühen siebziger Jahre. Dabei zeigen sie einer Szene, die sich kaum noch für Musiker oder Liveauftritte, sondern nur noch für teure Schallplatten interessiert, dass man diese Musik auch heute noch aufnehmen kann und dass man für gute Platten kein Vermögen zahlen muss. Vom Songwriting bis hin zur Produktion ist hier alles gelungen, es macht einfach Spaß zuzuhören, ab und zu etwas wiederzuentdecken und vor allem zur Musik zu tanzen. Anspieltipps: „Witchcraft“, „Out of reach“

Das Album ist seit dem 02.03.2012 im Handel erhältlich.

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Meat Free Monday

Eine Kampagne von Sir Paul McCartney, mehr Informationen gibt es hier

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Alex Puddu – The Golden Age of Danish Pornography (Soundtrack)

The Golden Age of Danish Pornography
Music from the soundtrack composed by Alex Puddu
SCHEMA Records/CD, mp3-download
Loungecore

Vermutlich dürfte alleine der Titel des Soundtracks dafür sorgen, dass dieser blog einige Klicks mehr als sonst erhält…
Die Musik der CD wurde inspiriert und komponiert für “The Golden Age of Danish Pornography”, eine Sammlung von alten Hardcore-Kurzfilmen der frühen Siebziger Jahre, die Pink Flamingo Entertainment erstmals auf DVD veröffentlichte. Alex Paddu, Komponist des Soundtracks, war sofort Feuer und Flamme, als er gefragt wurde, die Musik zu diesen Filmen zu schreiben: „Mir war sofort klar, dass ich dieser Auftrag etwas ganz Besonderes sein würde. Schon seit Jahren träumte ich davon, einmal den Soundtrack für einen Vintage-Porno zu schreiben.“ Zu seiner Arbeitsweise erklärt er: „Ich brauchte ein paar Monate zum Komponieren und Produzieren, und die meisten der Tracks, die ich allesamt auf der Couch in meinem Wohnzimmer schrieb, begannen mit einem Glas Rotwein und einem funky Basslauf.“ (…) Einige andere Songs, wie „Naughty girls at the wild party“ oder „Black Triangle“ basieren auf einem freaky, fuzzy Gitarren-Riff und selbst die Produktion der Beats ist- das muss ich ganz unbescheiden sagen- wirklich fantastisch geworden“.
Auch wenn Bescheidenheit nicht zu Herrn Puddus Stärken zu gehören scheint, ist dieses Album wirklich gut geworden. Wer Soundtracks vergleichbarer Filme wie „Vampyros Lesbos“ oder italienischer Giallo-Filme mag, der wird ebenfalls auf seine Kosten kommen. Vielleicht kann dieses Album zusammen mit dem Debutalbum der Red Inspectors für ein Loungecore-Revival sorgen, das längst überfällig ist.

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Twisted Wheel vor dem Aus?

Das Twisted Wheel in Manchester, einer der wichtigsten Clubs für Northern Soul, soll dem Motel eines deutschen Betreibers weichen. Der Promoter des Clubs, Pete Roberts, erklärt hierzu: “The real tragedy is that by knocking down the club the city is effectively erasing an important part of its history. What annoys me is Manchester so often has fails to recognise and celebrate what it has got. The things that are already there.” Mehr Infos gibt es hier.

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The Offenders/Redska – Rude League

The Offenders/Redska

Rude League

Mad Butcher Records/KOB Records/Redstar73 Records, BBR 081/KOB124/RED73036, CD-EP/Vinyl-Single

Ska/Punk

Eine durchwachsene EP der beiden italienischen Bands. Während die Offenders erst furios mit einem Two Tone Song loslegen, folgt mit „Fans turn Casuals“- trotz des vielversprechenden Titels- ein eher langweiliges Stück. Auf der zweiten Seite spielen Redska erst einmal Skapunk, wie es der Skapunker eben tut: laut, schnell und langweilig. Dann folgt die Überraschung: „Hooligan Rude Boys“, das die italienischen Krachmacher zusammen mit Valerio von den Offenders aufgenommen haben. Ein flottes, sehr gut gemachtes Two Tone Stück mit echtem Hitpotential. Dabei wird gegen den modernen Fußball gesungen und eine antifaschistische Gemeinschaft von Rudeboys und Skinheads beschworen („Hooligan Rude Boys- no al calcio moderno, Hooligan Rude boys- sempre antifa- Oi!Oi!Oi!)“. Die Bands touren zu Zeit durch Deutschland, die EP kann ein nettes Andenken an den Konzertbesuch sein.

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Bonn Stomp # 32 mit DJ Capone


Es ist noch fast einen Monat Zeit, aber die Vorfreude ist jetzt schon groß: Der Bonn Stomp # 32 steht an und ich werde bei der musikalischen Gestaltung des Abends mit ausgewählten Rock’n'Roll-, R’n'B-, Beat -, Punk- und Ska-Schallplatten mitwirken. Nachfolgend der Pressetext des Stomps, verfasst vom Erfinder des Bonn Stomps, Col. Geil:

Auch der Bonner Polizei ist Elvis Pummel als die charmante Gallionsfigur der hippen-jungen-aber-erfolglosen Musikszene aus Dortmund bekannt: Sie wollten ihm doch tatsächlich, nachdem sie schon den Saft abgedreht hatten, auch noch die Gitarre wegnehmen! (Freunde der Dranskultur erinnern sich).
Ist er wirklich der totgeglaubte Zwillingsbruder des Kings, den Mutter Gladys an einen geschäftstüchtigen Wirt aus dem Ruhrgebiet verkaufte, um Sohnemann Elvis Presley eine Gitarre und Bananentoasts zu schenken? Während Presley Millionenhits hatte, kämpfte Pummel als Currywurstverkäufer und Getränkehallensklave ums nackte Überleben. Aber auch in ihm pocht ein wildes Musikerherz, und so kaufte er sich eine sehr alte Echomaschine, eine Kompaktstereoanlage, ein Yamaha-Keyboard und eine Sperrholzgitarre und produzierte damit Millionen Tonnen wundersamer Aufnahmen. (Erhältlich über Voodoo Rhythm oder bei Flight 13)!

Wer Elvis Pummel live erlebt hat, kennt die unkoordiniert genialen Shows des Rock’n'Roll Exzentrikers, die vor Improvisationskunst nur so strotzen. Dabei ist es unüberhörbar, dass er in früheren Zeiten mit Punk-rock groß geworden ist. Seine Auftritte mit den Bunkerratten oder der Rockabilly Combo Barnyard Blitz sind aller Wahrscheinlichkeit Ursache seines wirren Genius und der oft zitierten Gitarrenlegasthenie!

Für die hiesige Polizei ist der Bonner Sex-a-billy-Papst Cheb Andy (ja genau der von den Mad Mullahs!) sicherlich auch kein Unbekannter mehr, treibt der Wüterich und Hüter des primitiven Garage Rock’n’Roll doch schon seit einigen Jahren in dieser Gegend sein wildes, dreckiges, aber feuerentfachendes Unwesen.
Screamin’ Cheb Andy ist immer im Auftrag eines hier nicht genannt werden wollenden Herren unterwegs und spielt auch dessen heißblütige Musik.  Join his mess! There’s a copyright on his ass! Yess!

Den Schlendrian Elvis “Big Uke” Greven sollte sich die Bonner Polizei besser vormerken. Ungeprobt, aber bewaffnet mit nur einer kleinen Ukulele machte der Lagerfeuer-Roggnrohler sich einst aus der Bonner Altstadt auf, um diese in seine musikalische Gewalt zu bringen. Alle lieben The Big Uke, der auch manchmal bei F68S seine symphatische Variante des ansonsten so arg gebeutelten R’n’R spielt und warten fasziniert auf jeden Ton und jede Bewegung des stadtbekannten Ukulelen-Vergeigers.

Nach der Vorstellung gibt es zum Wachbleiben flotte Unterhaltungsmusik mit DJ Capone!!!

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